Zum Inhalt springen

Überstunden-Rechner

Berechnen Sie den Stand Ihres Arbeitszeitkontos für einen Monat oder einen beliebigen Zeitraum: Soll-Stunden aus Ihrem Vertrag, geleistete Stunden, Übertrag aus dem Vormonat und ausbezahlte Stunden.

h:mm oder dezimal, z. B. 171:30 oder 171,5 – Summe aus dem Wochenrechner oder Stundenzettel.

Neuer Stand Arbeitszeitkonto
+3:30 h

Dezimal
3,50 h
Soll im Zeitraum
168:00 h
Über-/Minusstunden im Zeitraum
+3:30 h
Kontostand in Arbeitstagen
0,4 Tage
Wert der Überstunden
–

Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser; Eingaben werden nicht an einen Server übertragen. Keine Rechtsberatung – Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen können abweichen. So rechnen wir.

Überstunden-Rechner – Sanduhr, deren Sand in ein Glas als Stundenkonto rinnt

Was berechnet der Überstunden-Rechner?

Der Überstunden-Rechner ermittelt den Stand Ihres Arbeitszeitkontos: Wie viele Stunden haben Sie in einem Zeitraum mehr oder weniger gearbeitet als vereinbart, und was steht nach Übertrag und Auszahlung auf dem Konto? Er arbeitet mit Summen – Sie brauchen keine einzelnen Tageszeiten, sondern nur die geleisteten Stunden des Zeitraums.

Überstunden sind die Stunden über Ihre vertragliche Arbeitszeit hinaus, Minusstunden die fehlenden Stunden. Beide sammeln sich bei Gleitzeit und flexiblen Modellen im Arbeitszeitkonto, das der Arbeitgeber monatlich fortschreibt. Mit dem Rechner prüfen Sie diesen Stand oder planen, wie viel Sie noch aufbauen oder abbauen können.

Warum den Kontostand selbst nachrechnen?

  • Abrechnung prüfen: Stimmt der Saldo auf dem Lohnzettel oder im Zeiterfassungssystem?
  • Soll korrekt bestimmen: Urlaub, Krankheit und Feiertage mindern das Soll – ein häufiger Grund für falsche Minusstunden.
  • In Tagen denken: 19 Plusstunden sind für die Urlaubsplanung wenig anschaulich, „2,4 Arbeitstage“ schon.
  • Wert abschätzen: Mit Stundenlohn und vereinbartem Zuschlag sehen Sie, was eine Auszahlung brutto ausmachen würde.

Was kann dieser Rechner berechnen?

Monatssaldo

Überstunden oder Minusstunden eines Monats: Arbeitstage und Ist-Stunden eintragen, Übertrag und Auszahlung auf 0 lassen. Ergebnis: Differenz zum Soll.

Fortgeschriebenes Arbeitszeitkonto

Mit dem Übertrag aus dem Vormonat ergibt sich der neue Kontostand – so, wie ihn Gleitzeitkonten führen. Der Übertrag kann negativ sein, z. B. -2:00.

Konto nach Auszahlung

Lässt der Arbeitgeber Stunden auszahlen, werden sie vom Konto abgezogen. Die Auszahlung tragen Sie in Stunden ein, nicht in Euro.

Wert der Überstunden

Mit Stundenlohn und optionalem Zuschlag berechnet der Rechner den Bruttowert der Überstunden des Zeitraums. Ob und mit welchem Zuschlag sie bezahlt werden, regelt Ihr Vertrag – siehe „Rechtliche Hinweise“.

Die Eingaben erklärt

Soll pro Woche

Die vertragliche Wochenarbeitszeit, z. B. 40:00 oder 38,5. Bei Teilzeit der Wert aus dem Vertrag; aus einem Prozentsatz berechnet ihn der Teilzeit-Rechner.

Arbeitstage pro Woche

An wie vielen Tagen Sie regulär arbeiten, meist 5. Daraus ergibt sich das Soll pro Tag (40 h ÷ 5 = 8:00 h).

Arbeitstage im Zeitraum

Alle Tage, an denen Sie laut Arbeitsplan hätten arbeiten sollen – bei einer Montag-bis-Freitag-Woche die Wochentage des Monats, meist 20 bis 23. Feiertage, die auf einen Wochentag fallen, zählen Sie hier mit und tragen sie unten als Abwesenheit ein. Warum ein Monat mal 152 und mal 184 Soll-Stunden hat, erklärt der Ratgeber Arbeitsstunden pro Monat.

Davon Urlaub/Krank/Feiertag

Tage, an denen das Soll als erbracht gilt: bezahlter Urlaub, Arbeitsunfähigkeit, gesetzliche Feiertage. Tage mit Freizeitausgleich gehören nicht hierher – an ihnen bauen Sie Guthaben ab.

Tatsächlich gearbeitet

Die Summe Ihrer Netto-Arbeitszeit im Zeitraum, als 171:30 oder 171,5. Die Summe liefern der Stundenzettel oder der Wochenrechner.

Übertrag Vormonat

Der Kontostand zu Beginn des Zeitraums, positiv oder negativ (-3:15).

Ausbezahlte Stunden

Stunden, die im Zeitraum ausgezahlt und damit vom Konto genommen wurden.

Stundenlohn und Zuschlag (optional)

Bruttostundenlohn in Euro und Zuschlag in Prozent, z. B. 20 und 25. Nur für die Wertberechnung nötig.

Die Ergebnisse erklärt

ErgebnisBedeutung
Neuer Stand ArbeitszeitkontoÜbertrag + Differenz − Auszahlung. Plus = Guthaben, Minus = Rückstand.
DezimalDerselbe Stand als Kommazahl, wie ihn viele Abrechnungen zeigen.
Soll im ZeitraumArbeitstage ohne Abwesenheiten × Soll pro Tag.
Über-/Minusstunden im ZeitraumIst − Soll, nur für diesen Zeitraum, ohne Übertrag.
Kontostand in ArbeitstagenNeuer Stand ÷ Soll pro Tag – wie viele volle Tage Freizeitausgleich das Guthaben ergibt.
Wert der ÜberstundenPositive Differenz × Stundenlohn × (1 + Zuschlag), brutto.

Unter dem Ergebnis steht der vollständige Rechenweg mit Ihren Zahlen.

So verwenden Sie den Rechner

Schritt 1: Vertragsdaten eintragen

Soll pro Woche und Arbeitstage pro Woche aus dem Arbeitsvertrag.

Schritt 2: Zeitraum beschreiben

Arbeitstage im Monat zählen, Urlaubs-, Krankheits- und Feiertage davon angeben.

Schritt 3: Ist-Stunden eintragen

Summe aus Stundenzettel, Zeiterfassung oder Wochenrechner.

Schritt 4: Übertrag und Auszahlung ergänzen

Kontostand vom Vormonat und ggf. ausgezahlte Stunden.

Schritt 5: Ergebnis lesen und sichern

Kontostand ablesen, mit „Link kopieren“ speichern. Im nächsten Monat wird der heutige Stand zum Übertrag.

Formel

Soll pro Tag      = Soll pro Woche ÷ Arbeitstage pro Woche
Soll im Zeitraum  = (Arbeitstage − Urlaubs-/Krankheits-/Feiertage) × Soll pro Tag
Differenz         = Ist − Soll im Zeitraum
Neuer Kontostand  = Übertrag + Differenz − ausbezahlte Stunden
Wert              = Differenz (wenn positiv) × Stundenlohn × (1 + Zuschlag ÷ 100)

Warum mindern Abwesenheitstage das Soll? Bei Urlaub, Krankheit und Feiertagen wird das Entgelt fortgezahlt, die vereinbarte Arbeitszeit gilt als erbracht. Würde man sie als 0 Stunden zählen, entstünden Minusstunden, die keine sind.

Beispielrechnungen

Vollzeit mit Urlaub und Feiertag

Eingabe: 40 h an 5 Tagen, 21 Wochentage im Monat, davon 1 Feiertag und 2 Urlaubstage, gearbeitet 150:15 h, Übertrag −2:00 h.
Rechnung: Soll = (21 − 3) × 8:00 = 144:00 h; Differenz = 150:15 − 144:00 = +6:15 h; Konto = −2:00 + 6:15 = +4:15 h.
Ergebnis: Das Konto steht bei +4:15 Stunden, rund 0,5 Arbeitstage. Bei 20 € Stundenlohn und 25 % Zuschlag wären die 6:15 Überstunden des Monats 156,25 € brutto wert.

Teilzeit an 4 Tagen

Eingabe: 30 h an 4 Tagen, 17 Arbeitstage, davon 1 Krankheitstag, gearbeitet 118:45 h, Übertrag +6:00 h.
Rechnung: Soll pro Tag = 7:30 h; Soll = 16 × 7:30 = 120:00 h; Differenz = −1:15 h; Konto = 6:00 − 1:15 = +4:45 h.
Ergebnis: Trotz Minusstunden im Monat bleibt ein Guthaben von 4:45 Stunden – knapp zwei Drittel eines 7:30-Stunden-Tags.

Was den Kontostand beeinflusst

  • Richtige Zahl der Arbeitstage: Ein Tag zu viel erzeugt bei 8 Stunden Soll sofort 8 Minusstunden.
  • Abwesenheiten: Urlaub, Krankheit, Feiertag mindern das Soll; Freizeitausgleich nicht.
  • Kappungsgrenzen: Viele Gleitzeitmodelle begrenzen das Guthaben (z. B. auf einen festen Höchstwert) und streichen darüber hinausgehende Stunden. Der Rechner kennt Ihre Grenze nicht.
  • Rundung und Pausenautomatik der Zeiterfassung: können das Ist gegenüber Ihren Notizen verändern.
  • Unregelmäßige Tagesarbeitszeiten: Ist der Freitag kürzer als die übrigen Tage, stimmt das gleichmäßige Soll pro Tag nur näherungsweise; dann das Monats-Soll aus dem Stundenzettel übernehmen.

Arbeitszeitkonto und Arbeitszeitgesetz

Der Rechner verbucht Stunden so, wie ein Arbeitszeitkonto sie führt: in Stunden, nicht in Geld. Wie Plus- und Minusstunden entstehen, wann sie ausgeglichen, gekappt oder ausgezahlt werden und was bei Kündigung gilt, erklärt der Ratgeber Arbeitszeitkonto.

Für das Arbeitszeitgesetz ist der Kontostand unerheblich: Es begrenzt die tatsächliche Arbeitszeit auf 10 Stunden pro Tag und im Durchschnitt auf 8 Stunden je Werktag, egal ob Stunden später abgefeiert oder ausbezahlt werden. Den Durchschnitt prüft der Ausgleichszeitraum-Rechner, einzelne Tage die Tagesberechnung mit Pausenprüfung.

Wann der Rechner hilft

  • Monatsende bei Gleitzeit: Saldo vor der Abrechnung selbst ermitteln.
  • Vor dem Urlaub: Reicht das Guthaben für einen zusätzlichen freien Tag?
  • Bei Kündigung oder Jobwechsel: Welcher Kontostand muss noch ausgeglichen oder ausgezahlt werden?
  • Teamleitungen: Salden einzelner Beschäftigter vor einem Gespräch überschlagen.
  • Teilzeitkräfte mit schwankenden Einsätzen: Monats-Soll und Ist abgleichen.

Typische Fehler

Feiertage als Minusstunden

Wer Feiertage nicht als Abwesenheit einträgt, erhöht das Soll um einen vollen Tag. Richtig: Wochentage zählen, Feiertage unter „Urlaub/Krank/Feiertag“ angeben.

Freizeitausgleich doppelt abziehen

Ein Tag Freizeitausgleich mindert das Ist (Sie arbeiten 0 Stunden), nicht das Soll. Trägt man ihn zusätzlich als Abwesenheit ein, verschwindet der Abbau aus der Rechnung.

Dezimal- und Uhrzeitschreibweise verwechseln

„171,30“ sind 171 Stunden und 18 Minuten, nicht 171:30. Der Rechner akzeptiert beide Schreibweisen – achten Sie darauf, welche Ihre Abrechnung verwendet.

Auszahlung in Euro statt Stunden

Das Feld erwartet Stunden. Bei 200 € Auszahlung und 20 € Stundenlohn sind das 10:00 Stunden (ohne Zuschlag).

Tipps

  • Den Kontostand jeden Monat mit „Link kopieren“ sichern; der neue Stand ist der Übertrag des Folgemonats.
  • Ist-Stunden in Minuten addieren und erst am Ende umrechnen – der Stundenumrechner hilft bei gemischten Schreibweisen.
  • Eigene, zeitnah geführte Aufzeichnungen aufbewahren; sie helfen, wenn der Saldo später strittig ist.

Rechtliche Hinweise

Ob Überstunden geleistet werden müssen, bezahlt werden, einen Zuschlag auslösen oder verfallen, regeln Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung im Rahmen des Gesetzes – der Rechner übernimmt nur Ihre Werte und liefert Bruttobeträge ohne Steuern und Abgaben. Die Rechtslage mit Rechtsprechung erklärt der Ratgeber Überstunden: Pflicht, Bezahlung und Verfall.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Überstunden im Monat?

Soll-Stunden des Monats ermitteln (Arbeitstage ohne Urlaub, Krankheit und Feiertage × tägliche Soll-Zeit) und von den tatsächlich gearbeiteten Stunden abziehen. Ein positives Ergebnis sind Überstunden, ein negatives Minusstunden.

Wie rechne ich Überstunden in freie Tage um?

Guthaben durch die tägliche Soll-Arbeitszeit teilen. 20 Überstunden bei 8 Stunden pro Tag ergeben 2,5 freie Tage; bei 7:48 Stunden pro Tag rund 2,56 Tage.

Wie zähle ich die Arbeitstage eines Monats?

Alle Tage, an denen Sie laut Arbeitsplan arbeiten würden – bei Montag bis Freitag die Wochentage des Monats. Feiertage zählen mit und werden als Abwesenheit abgezogen. Der Stundenzettel zeigt die Arbeitstage je Bundesland automatisch.

Werden Urlaubstage wie gearbeitete Tage behandelt?

Für das Konto ja: Ein Urlaubstag mindert das Soll um die Tagesarbeitszeit, es entstehen weder Plus- noch Minusstunden.

Wie entstehen Minusstunden?

Wenn Sie weniger arbeiten als das Soll des Zeitraums – etwa durch frühes Gehen bei Gleitzeit. Schickt Sie der Arbeitgeber mangels Arbeit nach Hause, dürfen daraus in der Regel keine Minusstunden werden (§ 615 BGB).

Wie berechne ich den Wert meiner Überstunden?

Überstunden des Zeitraums in Dezimal × Stundenlohn × (1 + Zuschlag in Prozent ÷ 100). 6:15 Stunden bei 20 € und 25 % Zuschlag ergeben 6,25 × 20 × 1,25 = 156,25 € brutto. Ob ein Zuschlag zusteht, steht im Ratgeber Überstunden.

Wie trage ich ausbezahlte Überstunden ein?

Im Feld „Ausbezahlte Stunden“ in Stunden, nicht in Euro. Bei 200 € Auszahlung und 20 € Stundenlohn ohne Zuschlag sind das 10:00 Stunden.

Kann ich einen negativen Übertrag eingeben?

Ja, mit Minuszeichen, z. B. -3:15. Der Rechner verrechnet ihn mit der Differenz des Zeitraums.

Warum stimmt mein Saldo nicht mit der Lohnabrechnung überein?

Häufige Ursachen: Die Abrechnung schließt zu einem anderen Stichtag, das System rundet oder zieht Pausen automatisch ab, oder Guthaben über der Kappungsgrenze wurde gestrichen. Vergleichen Sie Soll und Ist getrennt.

Fazit

Mit Wochen-Soll, Arbeitstagen, Abwesenheiten und Ist-Stunden berechnet der Überstunden-Rechner Ihre Über- oder Minusstunden und den neuen Stand des Arbeitszeitkontos – auf Wunsch mit Übertrag, Auszahlung und Bruttowert. Er eignet sich für Gleitzeit, Teilzeit und jede Monatsabrechnung, die Sie nachprüfen wollen.

Quellen